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Zur Arbeitsweise


Messer, Schwimmbad, Menschenflügel, Boote, Liegekissen, Treppen, eine Schaukel . . .
Aus dem unübersichtlichen Wust nächtlicher Träume greife ich Details heraus und verarbeite sie zu Bildgegenständen: Am Computer modelliere ich sie in einem 3-D-Konstruktionsprogramm nach.
Innerhalb dieser 3-D-Dateien fotografiere ich mit virtuellen Kameras. So mache ich mit Requisiten aus einem gefühlsmäßig diffusen Zusammenhang überscharfe, scheinbar nüchterne Bilder. Diese Bilder speisen sich aus unterschiedlichen Welten. Sie sind meiner Traumwelt entnommen, in der virtuellen Welt nachgestellt, und werden in der realen Welt als Computerausdruck gezeigt.
Manche Ausdrucke sind hinter Plexiglas kaschiert, bei anderen bringen Leuchtkästen die Bildfläche zum Strahlen.

Einige Bilder erzählen von ihrer Entstehung. Sie stellen den virtuellen Bühnenaufbau zur Schau. Neben dem ursprünglichen Bildgegenstand sind hier auch Scheinwerfer, Kameras, Kulissen, Projektionsflächen sichtbar, so wie der endlose Hintergrund, auf dem alles schwebt.


Christiane Wetzel, 2006